Jahreskreisfeste

Es ist sehr hilfreich, die Jahreskreisfeste zu beachten und zu feiern.
Im Erleben der Feste lernen wir sehr viel über uns selbst und bekommen wieder eine feste Anbindung an die Natur. Zu bestimmten Zeiten im Jahr herrscht eine ganz besondere Energie, die wir für unsere Entwicklung nutzen können.
Diese Feste wurden seit uralten Zeiten zelebriert. Leider ist viel von dem alten Wissen verlorengegangen. Die Gründe dafür sind vielfältig: meistens wurde dieses Wissen nicht schriftlich festgehalten, sondern mündlich weitergegeben und als das Christentum sich ausbreitete, wurde dieses Wissen systematisch zerstört.
Es gab jedoch immer Heiden unter den Christen, die das Wissen bewahrt haben. Bis heute!
Es blüht wieder auf. Immer mehr Menschen kehren zu den Wurzeln zurück
und suchen nach ihrer eigenen wahren Geschichte.
Lasst uns in Gemeinschaft diese Feste feiern und heilsame Rituale miteinander gestalten.


Wintersonnenwendfeier

Die Wintersonnenwende ist die tiefste Nacht des Jahres.
In dieser Nacht kehrt die Stille ein.
Es folgt eine Zeit der Segnung und der Weihung (Rauhnächte) dessen was auf uns zukommen wird. Es ist die Zeit für Rituale mit dem Licht. Wir beginnen uns von dem Dunkel, dem alten Jahr, zu lösen und bereiten uns auf das Licht, das neue Jahr vor.
Das Licht wird „wiedergeboren“ und steht damit symbolisch für den Neubeginn allen Lebens. Der Kreislauf des Jahres beginnt von vorne. Die Tage werden wieder länger, das Licht triumphiert über die Dunkelheit.
Es ist Zeit, um nach innen zu blicken und zu prüfen: Wo ist die eigene, tiefste Dunkelheit? Wo tobt der eigene innere Krieg? Es ist Zeit, zu fühlen, zu trauern und den Schmerz wahrzunehmen, der irgendwo tief in einem steckt. Erst dann, wenn die Dunkelheit am größten ist, kann das Licht erstrahlen, erst ganz zaghaft,
doch es wird stärker und stärker mit jedem Tag.
Die Natur schweigt und ruht in einer neutralen Position und lässt nach der Nacht der Wintersonnenwende das Licht wieder aufsteigen. Halte es wie die Welt um dich herum und kehre neutral betrachtend in dich ein um dann dein Licht heller denn je erstrahlen zu lassen. Räumen wir auf, bringen wir Dinge zu Ende und vergessen bei all dem nicht für all das dankbar zu sein,
was das Leben uns geschenkt hat.